Kommunale Entwicklung

Wenn wir die menschlichen Grundbedürfnisse auf das Leben in einer Kommune übertragen, ergibt sich von unten nach oben folgende Bedürfnispyramide:

  • Gesundheit, Essen, Trinken, Schlafen — bilden die Basis menschlicher Bedürfnisse, ohne sie geht nichts
  • Infrastruktur & Sicherheit — ein Dach über dem Kopf, Energie, Brennstoffe, Wasser, Medizinische Versorgung, Bildung, usw.
  • Soziales, Zusatznutzen, Zeitgewinn — Pflege, Seelsorge, naher Einkauf, wohnnahe Dienstleistungen, kurze Wege, moderne Telekommunikation, wohnnahes Arbeiten
  • Kommunikation — Nachbarschaften, Dorfgemeinschaft, Freunde, Vereine, teilen von Freude und Leid
  • Identität — Selbstverwirklichung, Lebensfreude, Zufriedenheit

 

Gegenwärtig bieten unsere Kommunen zum Leben nur Raumangebote, Infrastruktur und Verwaltung.

Der soziale Zusatznutzen, die Kommunikation und erst recht die Identität sind nur schwach entwickelt. Die Sehnsüchte des Menschen liegen in seinen individuellen Bedürfnissen.

Hierfür den Menschen ein Angebot zu machen, darin liegt die Entwicklungschance der ländlichen Gemeinde. Darüber lassen sich Einwohnerzahl und Wirtschaft fördern.

Identität durch Lebensqualität ›

Die Menschen sehnen sich nach ganzheitlichen Lebensmodellen aus Wohnen, Mehr-Generationen-Nachbarschaften, Kommunikation und wechselseitiger Nachbarschaftshilfe. Dazu gehören auch wohnnahe Mehrwertangebote für Betreuung, Kultur, Grundversorgung, usw. Viele Menschen sind es leid, mit Fahrten zwischen Arbeit und Wohnung kostbare Lebenszeit zu verlieren. Sie wünschen sich wohnnahe Arbeitsmöglichkeiten. Das kann sein, ein Home-Office mit schnellem Internet, die eigene Werkstatt auf dem Hof aber auch ein Arbeitsplatz im Nachbarort.

Die meisten Menschen bevorzugen das Wohnen im Grünen, die Nähe zur Natur, Sparziergänge in natürlicher Landschaft. Eine Großstadt kann das nicht bieten. Überfüllte städtische Parkanlagen, und tausende Schrebergärten sind Ausdruck dieser Sehnsucht.

Die Konsumenten akzeptieren immer weniger chemisch aufgepeppte Lebensmittel. Niemand will Antibiotika oder Hormone in Fleisch oder Geflügel. Bei Erdbeeren aus China oder Wildfleisch aus Neuseeland stellt sich die Frage nach dem Sinn. Der Konsument vertraut zunehmend regionalen Produkten.

Ländliche Kommunen sind der ideale Standort, um solche Sehnsüchte zufrieden zu stellen. Sie können anbieten: Dorfgemeinschaften, Infrastruktur und eine schöne Landschaft. Es bedarf nur kleiner Schritte, um daraus ein nachgefragtes Angebot mit Alleinstellungsmerkmalen zu …

Ziel eines Qualitäts-Standortes ›

Der Qualitäts-Standort für nachhaltiges Leben besteht aus

  • kommunikativem Wohnen,
  • Handwerk,
  • traditioneller Landwirtschaft,
  • und Tourismus mit kulturellem Angebot.

Die Gemeinde schafft Anreize für den Aufbau qualitativer Lebensformen. d.h. Wohnen in dörflichen Gemeinschaften, Mehr-Generationen-Nachbarschaften, Betreuungsangebote für Senioren, dörfliche Gemeinschaftseinrichtungen.

Der Tourismus wird intensiv gefördert. Die Landwirtschaft bleibt auf gegenwärtigen Niveau erhalten, sie erhält neue Absatzchancen auf regionalen Märkten. Z.B. Wöchentlicher Basar für Produkte aus der Region. (Handwerk, Kunst, Trödel, Agrarprodukte).

Alle Aktivitäten in der Gemeinde werden über das Internet und in Flyern kommuniziert. So entsteht Aufmerksamkeit und Interesse für den Standort. Siehe Download › Konzept zur Entwicklung der Gemeinde Märkische Heide

In den Bereichen Handwerk, Handel, Dienstleistungen und Tourismus erhöhen sich die Umsätze, es entstehen neue Arbeitsplätze. Zwischen den Nutzungsarten entstehen Synergien, die mit ihrer einzigartigen Lebensqualität neue Bewohner anziehen. Neubürger werden in die dörfliche Gemeinschaft integriert. Die Bevölkerung wächst.

Es entwickelt sich eine Wachstums-Spirale getragen von Lebensfreude und einem Wir-Gefühl, kurz um: Neue Identität.

Wo der Hebel anzusetzen ist … ›

Die Hauptziele Lebensqualität und Arbeit hängen ab von beeinflussbaren Faktoren:

  1. Wir investieren in die Gemeinschaft und Kultur. Damit erhöhen wir die Lebensqualität für die Einwohner.
  2. Wir investieren in die Qualität der Landschaft und in die Kultur. Damit fördern wir den Tourismus.

Es entsteht eine Synergie-Kreislauf aus:

Mehr Tourismus    >>>    mehr Arbeit
Mehr Arbeit    >>>    mehr Lebensqualität
Mehr Lebensqualität    >>>    mehr Einwohner
Mehr Einwohner    >>>    mehr Arbeit